Nach der vorvorletzten Woche weiß ich, wie Winter in Entwicklungsländern sein muss. Ich glaube nicht, dass so etwas in Industrieländern vorkommt. Also Dienstag war zugegebener Maßen wirklich schlechtes Wetter. Daher bin ich dann auch mal früher von der Arbeit gegangen, um mich im Stau anzustellen. Also mit 5 Meilen pro Stunde über die Autobahn. Beim Kreuz zur nächsten Autobahn dann gesehen, dass diese komplett steht und auch die Auffahrt schon zweispurig steht. Ein Hügel voll mit LKWs. Also in die andere Richtung aufgefahren. Dort dann hinter einem LKW festgesteckt, der verzweifelt versucht, bergauf bei schneeglatter Straße ein Auto zu überholen, dass nicht schneller als 10 mph fahren will (vor ihm alles frei und wie gesagt... bergauf auch keine Rutschgefahr). Der LKW schafft aber (keine Ketten und wahrscheinlich auch keine Winterreifen) nicht mehr als 10,01 mph. So ging das eine Weile. Nächste Ausfahrt raus und über bergige Landstraßen (ein bisschen wie der Taunus hier) gefahren. Das hat dann richtig Spaß gemacht. War allerdings ein riesen Umweg.
Also in knackigen 1,5 Stunden nach Hause gekommen, nur um festzustellen, dass die Reinigung, zu der ich musste, wegen schlechtem Wetter einfach geschlossen hat. Und ich hatte keine Hemden mehr.
Naja... am nächsten Tag musste ich lange arbeiten und am Donnerstag hat es wieder geschneit. Ich also extra früh von der Arbeit weg, um zu Reinigung zu kommen. Null Stau, alle Straßen frei. Jeder Mensch sollte Auto fahren können... aber die Reinigung ist geschlossen. Jetzt auch keine Polohemden mehr.
Ich also nach Hause um bei Ikea Möbel zu bestellen, damit sie pünktlich am Umzugstag bei der neuen Wohnung eintreffen. Limit der EC-Karte reicht nicht. Ich rufe also meine Bank an. Limit können sie nicht erhöhen. Ich soll zu einer Filiale gehen. Ich also zu einer Filiale gefahren. (Wie gesagt, Auto fahren kein Thema.) Filiale hat wegen schlechten Wetters seit 1 Uhr mittags geschlossen. Ich rufe wieder an. Können sie wenigstens das Limit meiner Kreditkarte erhöhen? Es handelt sich ja (weil ich neu bin) um eine gesicherte Kreditkarte. Heißt, ich muss vorher das ganze Geld eh auf ein separates Konto überweisen. Also keine Gefahr für sie. Das können sie machen, dauert aber 5 Tage. Ich: "Ich brauche aber das Geld, was auf meinem Konto liegt, jetzt." Da können sie nichts machen. Supervisor gesprochen... da können sie nichts machen. Ich müsse verstehen, dass es um ihre Sicherheit gehe. Ich: "Sie müssen verstehen, dass es um mein Geld geht, dass auf ihrem Konto liegt und auf das sie mich nicht zugreifen lassen." Sie: "Ja, das tut ihr leid."
Also Ikea anrufen und fragen, ob ich die Rechnung aufteilen auf zwei Karten aufteilen kann. Ikea Hotline: "Wegen schlechtem Wetter hat die Hotline geschlossen." Ich lege auf. Ungläubig versuche ich es noch einmal. Tatsächlich... das Callcenter für ganz Amerika hat wegen schlechten Wetters geschlossen. Ich nehme also die Kreditkarte meiner Schwester, um zu zahlen. Ikea-Webseite: "Der Zahlungsprozess wurde abgeschlossen, wir können aber keine Bestätigung anzeigen. Bitte rufen Sie an, um zu fragen, ob die Bestellung eingegangen ist." *facepalm
Nächster Tag. Ich rufe morgens direkt zur offiziellen Öffnungszeit bei Ikea an. Immer noch wegen schlechten Wetters geschlossen. Als ich sie dann abends erreicht habe, konnten sie mir sagen, dass die Bestellung natürlich nicht durchgegangen ist und jetzt auch nicht mehr an dem von mir gewünschten Termin geliefert werden kann. Vielen Dank an alle Beteiligten.
Ich habe dann meinen Verfügungsrahmen auf 3000 Dollar ausgedehnt. Daraufhin hat meine Bank die EC zwei Tage später gesperrt, weil ich zwei Einkäufe für in Summr 800 Dollar getätigt habe. Das sah für sie verdächtig aus...
Ich lebe in einem Staat, in dem alle so viel Angst vor dem Wetter haben, dass mehrmals im Jahr die Supermärkte leergekauft sowie Schulen, Behörden und Geschäfte... und Banken... und Callcenter... geschlossen werden, weil Schnee kommt. Aber auf die Idee, sich Winterreifen zu kaufen, kommt niemand. 7cm Neuschnee über den Tag werden hier dann in den Nachrichten bereits als Schneesturm angekündigt und können 45 Minuten einer einstündigen Nachrichtensendung einnehmen. (Ich konnte den Sender in dem Fitnessraum nicht wechseln.) Innerhalb dieser Stunde gab es auch 3 (drei!) Liveschaltungen zum Salzdepot, von dem der Reporter berichtet, dass die Trucks jederzeit losfahren müssten, um zu streuen. Es könnte wirklich jetzt gleich soweit sein. Also jetzt gleich. Also bei der nächsten Schaltung. Das anzuschauen war fast anstrengender als Sport. Und es führte auch zu nichts.
Sonntag, 22. März 2015
Freitag, 6. März 2015
Unter Strom
Manchmal muss ich hier in Amerika an die alten Ostfriesen- oder auch Blondinenwitze denken. Wie viele Stunden braucht man in Amerika um sich bei einem Stromanbieter zu registrieren? 4! 3 Stunden Warteschleife, 20 Minuten Datenverifizierung, 20 Minuten hilfloses gesuche im System und 20 Minuten vorlesen von unnötigen Informationen.
Mein Stromanbieter ist mir von meinem Apartment vorgegeben. Wieso auch nicht? Sie bestimmen ja schon, wie ich mich versichere, welche Farbe meine Wände haben und was ich auf meinem Balkon machen darf. Also rufe ich beim Stromanbieter an und werde relativ schnell mit einem Vermittler verbunden. Der nimmt alle meine Daten (Name, Telefonnummer, Social Security Nummer, Adresse) auf und fragt erst dann, was ich will. Nachdem er es weiß, verbindet er mich weiter.
Dann habe ich das erste mal (ohne Witz) 40 Minuten in einer Telefonwarteschlange gewartet. Danach kommt eine Dame und fragt wieder nach meinem Namen, meiner Social Security Nummer... ich weise sie (noch) freundlich darauf hin, dass der Kollege das schon alles gemacht hätte. Aber sie muss es jetzt verifizieren. Danach erkläre ich noch einmal, dass ich Strom will.
Dafür braucht sie noch zusätzlich mein Alter, meinen Familienstand und fragt, ob ich sagen will, wie viel ich verdiene. Will ich natürlich nicht. Damit wäre ich dann aber Status D, muss also eine hohe Kaution zahlen. Also weiß mein Stromanbieter jetzt ich was ich verdiene. Danach stellt sie aber fest, dass ich ja Ausländer bin. Also muss ich trotzdem eine Kaution zahlen... für Strom. 126 Dollar. Und außerdem muss ich 2 Identifikationsdokumente mit Foto per Fax schicken. Zwei scheint hier bei allen offiziellen Vorgängen eine magische Zahl zu sein. Ein Dokument kann man ja fälschen, aber zwei... keine Chance.
Ich frage "per Fax? Ist das ihr Ernst? Haben sie keine Mailadresse?" Doch, das ginge auch. Die Adresse wäre M wie Marta, O wie Olaf, V wie Viktor.... so hat sie moveinappfollowup@firstenergycorp.com buchstabiert. Ich frage warum sie nicht move wie move, in wie in, app wie short for application, follow wie in follow und up wie in follow up und dann @ die Domain der Firma sagt, die überall steht. Das hat sie nicht verstanden. An diesem Punkt hatte sie mich schon gereizt, da ich nun schon 1,5h mit dem Sch**ß verbracht hatte und deswegen ein Meeting verpasst hatte. Nun kam noch hinzu, dass ich am nächsten Tag noch einmal anrufen solle, um zu sehen, ob meine Mail angekommen ist.
Zweiter Tag. Ich rufe an. Muss mich durch das Servicemenü wählen und dabei meinen Namen und meine Social Security Nummer eingeben. (Lustig: Bei meiner Bank muss ich der Computerstimme sogar meinen PIN nennen. Vielleicht sollten sie noch einführen, dass ich den auch am Geldautomat schreien muss, um Geld abzuheben. Die Karte könnten man dann immer an den nächsten in der Schlange weitergeben.) Dann meldet sich jemand, der meinen Namen wissen will. Dann wollte er noch die Adresse... und die Social Security. Ach und was ich wolle. Ja, da müsse er mich verbinden. 30 Minuten Warteschleife. Eine Dame. Sie braucht meinen Namen. Und meine Adresse. Ich frage, wieso schon wieder? Sie müsse schauen, ob sie den richtigen Account offen hat. Jetzt bräuchte sie noch meine Telefonnummer. Oh... und meine Social Security Nummer (ok... sie wollen immer nur die letzten 4 Stellen). Ich frage, ob denn drei Übereinstimmungen, nachdem der Kollege alles schon geprüft hat, nicht reichen und es wirklich 4 sein müssen. Keine Antwort. Was ich wolle. Ich (schon gereizt): "Ich will gar nichts. Sie wollen, dass ich anrufe, um zu fragen, ob eine Mail angekommen ist." Achso... sie schaut... Warteschleife. Warteschleife aus, Verbindung unterbrochen.
Ich rufe wieder an, gebe meinen Namen und die Social Security Nummer ein. Spreche mit einem Typ, der meinen Namen, meine Adresse und meine Social Security Nummer will und mich dann verbinden will. Ich:"Haaaaaaalt! Sie schicken mich jetzt nicht noch einmal in eine 30minütige Warteschleife." Aber ich müsse mit wem anderes reden. Ich: "Ja, aber sie haben mich aus der Leitung geschmissen und ich weiß nicht, wieso ich jetzt noch einmal warten soll. Außerdem muss ich in 5 Minuten in ein Meeting." Er: "Ja aber andere warten ja jetzt auch und die haben sicher auch zu tun." Ich: "Ja, aber die warten nicht zum zweiten Mal weil sie sie aus der Leitung geschmissen haben." Er: "Ich verbinde sie jetzt direkt mit der anderen Abteilung, damit Sie nicht warten müssen." Ich: "Wenn sie mich ganz normal mit der anderen Abteilung verbinden, werde ich wieder in der Warteschleife landen." Er: "Ja." Das war der Punkt, an dem ich gemerkt habe, dass die geistigen Fähigkeiten nicht ausreichen.
Er fragt aber noch, ob ich mit dem Anruf zufrieden bin. Ich: "Nein." Er: "Wenn sie mit dem Anruf nicht zufrieden sind können sie formal eine Beschwerde bei der Energiebehörde von Pennsylvania einlegen. Beschwerden können schriftlich oder... schicken Sie ihre Beschwerde..." Ich: "Ok, reicht schon. Bitte verbinden Sie mich jetzt." Er: "... Sitz der Behörde ist in 22334.... Beschwerden müssen mit einer Frist von..." Ich: "Verstanden. Bitte verbinden Sie mich jetzt." (Hier war der Punkt, an dem ich mir sicher war, dass die geistigen Fähigkeiten nicht ganz ausreichen.) Er: "... bitte geben Sie den Zeitpunkt des Telefonats und..." Ich: "Hören Sie mir überhaupt zu? Hören Sie auf meine Zeit zu verschwenden." Er: "...... Eingänge werden innerhalb von ... bearbeitet. Wir bedanken uns und wünschen einen schönen Tag." Warteschleife. Ich glaube es waren dann aber nur 20 Minuten.
Eine Dame. Name, Adresse, Social Security Nummer. Telefonnummer. Warum ich denn anrufe? Ja, sie schaut nach der Mail. Was deine meine Mailadresse wäre. Ich: "Steht doch in ihren Daten." Sie: "Ja, richtig." Wann ich geschrieben hätte. Ich: "Gestern. Ich weiß nicht genau wann. Aber mit meiner Mailadresse und dem Betreff, der von ihnen als meine Kundennummer festgelegt wurde, sollte es doch kein Problem sein, die Mail zu finden, anstatt nach der Uhrzeit zu gucken, da die Mail eh unbestimmte Transitzeiten hat." Sie: "Ja." Warteschleife.
Nein, also die Mail kann sie nicht finden. Ob ich den an moveinappfollowup@firstenergycorp.com geschrieben hätte. Ich bejahe. Findet sie trotzdem nicht. Sie können den Vertrag jetzt aber auch so abschließen. Ob ich mit dem Service soweit zufrieden wäre. Ich: "Es liegt jetzt nicht an Ihnen, aber wenn ich irgendwann mal die Chance habe, einen anderen Anbieter zu wählen, dann werde ich das machen. Leider habe ich die nicht." Sie: "Ja, aber wenn sie mit uns umziehen, müssen sie sich ja nicht mehr neu anmelden. Dann ist alles ganz einfach." Ich: "Da bin ich aber froh, dass Sie nur Neukunden schlecht behandeln." Das war wieder einer dieser Punkte, an denen ich mir nicht sicher bin, ob mein Gegenüber meine Ironie verstanden hat.
Jetzt wollte ich noch online einrichten, dass ich die Rechnungen nicht mit einem Check bezahlen muss, der per Post geschickt wird. Und ich muss sagen, das kann man echt schnell einrichten. Die Umsetzung des Bankeinzugs geht dann auch ruckzuck innerhalb von 4-6 Wochen. Dazwischen muss ich mit Checks zahlen. Zum einen versteht man, wie so ein Bankensystem leicht zusammenbrechen kann... zum anderen fragt man sich, wie man überhaupt von einem Bankensystem reden kann. Aber auch diese Gedanke führen hier zu nichts.
PS: Mir ist schon klar, dass der arme Kerl wahrscheinlich gezwungen wird, den gesamten Text für Beschwerden vorzulesen... aber das macht es nicht besser.
Mein Stromanbieter ist mir von meinem Apartment vorgegeben. Wieso auch nicht? Sie bestimmen ja schon, wie ich mich versichere, welche Farbe meine Wände haben und was ich auf meinem Balkon machen darf. Also rufe ich beim Stromanbieter an und werde relativ schnell mit einem Vermittler verbunden. Der nimmt alle meine Daten (Name, Telefonnummer, Social Security Nummer, Adresse) auf und fragt erst dann, was ich will. Nachdem er es weiß, verbindet er mich weiter.
Dann habe ich das erste mal (ohne Witz) 40 Minuten in einer Telefonwarteschlange gewartet. Danach kommt eine Dame und fragt wieder nach meinem Namen, meiner Social Security Nummer... ich weise sie (noch) freundlich darauf hin, dass der Kollege das schon alles gemacht hätte. Aber sie muss es jetzt verifizieren. Danach erkläre ich noch einmal, dass ich Strom will.
Dafür braucht sie noch zusätzlich mein Alter, meinen Familienstand und fragt, ob ich sagen will, wie viel ich verdiene. Will ich natürlich nicht. Damit wäre ich dann aber Status D, muss also eine hohe Kaution zahlen. Also weiß mein Stromanbieter jetzt ich was ich verdiene. Danach stellt sie aber fest, dass ich ja Ausländer bin. Also muss ich trotzdem eine Kaution zahlen... für Strom. 126 Dollar. Und außerdem muss ich 2 Identifikationsdokumente mit Foto per Fax schicken. Zwei scheint hier bei allen offiziellen Vorgängen eine magische Zahl zu sein. Ein Dokument kann man ja fälschen, aber zwei... keine Chance.
Ich frage "per Fax? Ist das ihr Ernst? Haben sie keine Mailadresse?" Doch, das ginge auch. Die Adresse wäre M wie Marta, O wie Olaf, V wie Viktor.... so hat sie moveinappfollowup@firstenergycorp.com buchstabiert. Ich frage warum sie nicht move wie move, in wie in, app wie short for application, follow wie in follow und up wie in follow up und dann @ die Domain der Firma sagt, die überall steht. Das hat sie nicht verstanden. An diesem Punkt hatte sie mich schon gereizt, da ich nun schon 1,5h mit dem Sch**ß verbracht hatte und deswegen ein Meeting verpasst hatte. Nun kam noch hinzu, dass ich am nächsten Tag noch einmal anrufen solle, um zu sehen, ob meine Mail angekommen ist.
Zweiter Tag. Ich rufe an. Muss mich durch das Servicemenü wählen und dabei meinen Namen und meine Social Security Nummer eingeben. (Lustig: Bei meiner Bank muss ich der Computerstimme sogar meinen PIN nennen. Vielleicht sollten sie noch einführen, dass ich den auch am Geldautomat schreien muss, um Geld abzuheben. Die Karte könnten man dann immer an den nächsten in der Schlange weitergeben.) Dann meldet sich jemand, der meinen Namen wissen will. Dann wollte er noch die Adresse... und die Social Security. Ach und was ich wolle. Ja, da müsse er mich verbinden. 30 Minuten Warteschleife. Eine Dame. Sie braucht meinen Namen. Und meine Adresse. Ich frage, wieso schon wieder? Sie müsse schauen, ob sie den richtigen Account offen hat. Jetzt bräuchte sie noch meine Telefonnummer. Oh... und meine Social Security Nummer (ok... sie wollen immer nur die letzten 4 Stellen). Ich frage, ob denn drei Übereinstimmungen, nachdem der Kollege alles schon geprüft hat, nicht reichen und es wirklich 4 sein müssen. Keine Antwort. Was ich wolle. Ich (schon gereizt): "Ich will gar nichts. Sie wollen, dass ich anrufe, um zu fragen, ob eine Mail angekommen ist." Achso... sie schaut... Warteschleife. Warteschleife aus, Verbindung unterbrochen.
Ich rufe wieder an, gebe meinen Namen und die Social Security Nummer ein. Spreche mit einem Typ, der meinen Namen, meine Adresse und meine Social Security Nummer will und mich dann verbinden will. Ich:"Haaaaaaalt! Sie schicken mich jetzt nicht noch einmal in eine 30minütige Warteschleife." Aber ich müsse mit wem anderes reden. Ich: "Ja, aber sie haben mich aus der Leitung geschmissen und ich weiß nicht, wieso ich jetzt noch einmal warten soll. Außerdem muss ich in 5 Minuten in ein Meeting." Er: "Ja aber andere warten ja jetzt auch und die haben sicher auch zu tun." Ich: "Ja, aber die warten nicht zum zweiten Mal weil sie sie aus der Leitung geschmissen haben." Er: "Ich verbinde sie jetzt direkt mit der anderen Abteilung, damit Sie nicht warten müssen." Ich: "Wenn sie mich ganz normal mit der anderen Abteilung verbinden, werde ich wieder in der Warteschleife landen." Er: "Ja." Das war der Punkt, an dem ich gemerkt habe, dass die geistigen Fähigkeiten nicht ausreichen.
Er fragt aber noch, ob ich mit dem Anruf zufrieden bin. Ich: "Nein." Er: "Wenn sie mit dem Anruf nicht zufrieden sind können sie formal eine Beschwerde bei der Energiebehörde von Pennsylvania einlegen. Beschwerden können schriftlich oder... schicken Sie ihre Beschwerde..." Ich: "Ok, reicht schon. Bitte verbinden Sie mich jetzt." Er: "... Sitz der Behörde ist in 22334.... Beschwerden müssen mit einer Frist von..." Ich: "Verstanden. Bitte verbinden Sie mich jetzt." (Hier war der Punkt, an dem ich mir sicher war, dass die geistigen Fähigkeiten nicht ganz ausreichen.) Er: "... bitte geben Sie den Zeitpunkt des Telefonats und..." Ich: "Hören Sie mir überhaupt zu? Hören Sie auf meine Zeit zu verschwenden." Er: "...... Eingänge werden innerhalb von ... bearbeitet. Wir bedanken uns und wünschen einen schönen Tag." Warteschleife. Ich glaube es waren dann aber nur 20 Minuten.
Eine Dame. Name, Adresse, Social Security Nummer. Telefonnummer. Warum ich denn anrufe? Ja, sie schaut nach der Mail. Was deine meine Mailadresse wäre. Ich: "Steht doch in ihren Daten." Sie: "Ja, richtig." Wann ich geschrieben hätte. Ich: "Gestern. Ich weiß nicht genau wann. Aber mit meiner Mailadresse und dem Betreff, der von ihnen als meine Kundennummer festgelegt wurde, sollte es doch kein Problem sein, die Mail zu finden, anstatt nach der Uhrzeit zu gucken, da die Mail eh unbestimmte Transitzeiten hat." Sie: "Ja." Warteschleife.
Nein, also die Mail kann sie nicht finden. Ob ich den an moveinappfollowup@firstenergycorp.com geschrieben hätte. Ich bejahe. Findet sie trotzdem nicht. Sie können den Vertrag jetzt aber auch so abschließen. Ob ich mit dem Service soweit zufrieden wäre. Ich: "Es liegt jetzt nicht an Ihnen, aber wenn ich irgendwann mal die Chance habe, einen anderen Anbieter zu wählen, dann werde ich das machen. Leider habe ich die nicht." Sie: "Ja, aber wenn sie mit uns umziehen, müssen sie sich ja nicht mehr neu anmelden. Dann ist alles ganz einfach." Ich: "Da bin ich aber froh, dass Sie nur Neukunden schlecht behandeln." Das war wieder einer dieser Punkte, an denen ich mir nicht sicher bin, ob mein Gegenüber meine Ironie verstanden hat.
Jetzt wollte ich noch online einrichten, dass ich die Rechnungen nicht mit einem Check bezahlen muss, der per Post geschickt wird. Und ich muss sagen, das kann man echt schnell einrichten. Die Umsetzung des Bankeinzugs geht dann auch ruckzuck innerhalb von 4-6 Wochen. Dazwischen muss ich mit Checks zahlen. Zum einen versteht man, wie so ein Bankensystem leicht zusammenbrechen kann... zum anderen fragt man sich, wie man überhaupt von einem Bankensystem reden kann. Aber auch diese Gedanke führen hier zu nichts.
PS: Mir ist schon klar, dass der arme Kerl wahrscheinlich gezwungen wird, den gesamten Text für Beschwerden vorzulesen... aber das macht es nicht besser.
Abonnieren
Posts (Atom)